Konzerte in Zweibrüggen

Presseartikel zu den Konzerten im Schloss Zweibrüggen:

Geilenkirchener Zeitung v. 13.11.2010

Melodien zum Genießen im Schloss

Mandolinenorchester Birgden zum achten Mal in Folge zu Gast in Zweibrüggen. Eine Reise durch die Welt der Musik.

Übach-Palenberg. Die Vorfreude war allen Besuchern schon im Gesicht abzulesen. Mandolinenmusik war angesagt im Schloss Zweibrüggen. In den vergangenen Jahren war dieses Musikkonzert ein besonderes Highlight im Kulturprogramm der Stadt Übach-Palenberg. Dies sah auch Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch in seiner kurzen Begrüßungsrede so, er fieberte wie alle Zuhörer dem Ereignis entgegen. Dirigentin Christel Haak gab den musikalischen Startschuss. Traditionell wird ein Mandolinenkonzert mit eine Ouvertüre eröffnet. Durch das Programm führte Hermann-Josef Dahlmanns.


„Ungarischer Tanz“ gewünscht

Im Vorjahr konnten die Besucher beim Konzert ihr Lieblingsstück herausfiltern, und mit diesem kleinen Wettbewerb wollten die Musikfreunde wissen, welcher Beitrag den Zuhörern am besten gefallen hatte. Die Wahl fiel eindeutig auf den „Ungarischen Tanz Nr.5“, ein Werk von Johannes Brahms. Der Komponist liebte Ungarn, ein ungarischer Geiger begleitete Brahms auf seiner Konzertreise durch das Puzstaland.

Ursprünglich war dieses Werk für Klavier geschrieben, jedoch das Mandolinenorchester zauberte erneut temperamentvoll die beeindruckenden Landschaften des Plattensees und oder der Puzsta mit dem Wunschstück ins Wurmtal.

Ins Staunen gerieten anschließend die Zuhörer, als das Orchester einen Marsch spielte. Der „Äquator-Marsch“ stand auf dem Programm. Die Musiker zeigten sich selbst inspiriert, hier war Leidenschaft in den Augen und Fingerspitzen zu spüren.

Die musikalische Reise führte zum Äquator, auf einem Passagierschiff hatte van de Velde dieses Meisterwerk komponiert. Anschließend ging die Reise nach Russland und zum Balkan. „Russisch“ lautete das Potpourri mit landestypischen Elementen. Vor der Pause gab es einen weiteren musikalischen Leckerbissen. Das Ehepaar Matti und Sinikka Kontio aus Finnland hat die Liebe zum Mandolinenorchester Birgden gefunden und gastierte bereits mehrmals in Birgden. Die Eheleute spielten drei eigene Kompositionen. Die Klänge aus Skandinavien begeisterten, sie waren quasi das Salz in der Suppe. Im letzten Musikstück des Ehepaares war aus der Ferne ein Glockengeläut zu hören, dies wurde auf den kurzen Seiten der Kantele gespielt.

Nach der Pause eröffnete das Orchester den zweiten Teil des Konzertes mit einer Ouvertüre von Frendo. „Der Glücksstern“ brachte romantische Melodien, und das Licht eines Kometen schien über das Wurmtalschloss zu erstrahlen; Solist Herbert Meehsen stand im Kometenlicht. Die Eheleute Kontio standen danach abermals im Mittelpunkt mit dem Stück „Ripatska“.

Auf einer Hirtenflöte und der Kantele schienen sie einem Hirtenjungen Beine zu machen. Es folgte ein Siegeszug des Christentums im Osten Finnlands. Musikalisch begann ein Feldzug gegen die heidnischen Gebräuche und gegen die uralten Naturreligionen. „Satavuctinen sakka“ ließ christliche Melodien erklingen. Kastagnettenklänge waren im Werk „Seuidilja“ von Arno Stark zu hören – der Ostberliner schrieb unter einem Psydonym, unter anderen unter Olaf King. Die Kastagnetten sorgten für flotte Rhythmen, am liebsten hätten die Zuhörer mitgetanzt.

Mit „A Media Luz” wurde eine der weltberühmten Tango-Melodien präsentiert, das Orchester entführte die Zuhörer nach Argentinien und Uruguay. Hier ist der Tango zu Hause, und auch hier hätten die Musikfreunde die Stühle am liebsten bei Seite gestellt und Tango getanzt. Die Tangoklänge wurden dabei durch Sinikka Konti auf einer Reiseorgel unterstützt. Die musikalische Weltreise endete im Süden Spaniens mit andalusischen Klängen. Nach dem letzten Ton folgte minutenlanger Applaus, die Vorfreude auf das kommende Mandolinenkonzert war unverkennbar. Alle waren sich einig: Es war purer Musikgenuss mit vielen farbigen und schwungvollen Melodien.

Die Freunde der Mandolinenmusik kommen am 19. Dezember, 17.30 Uhr, in der Pfarrkirche Birgden wieder auf ihre Kosten, wenn das Mandolinenorchester zum Weihnachtskonzert einlädt. (agsb)


Geilenkirchener Zeitung v. 05.11.2011

Wenn Mandolinen erklingen . . .

. . . hat das Orchester „Wandervogel“ aus Birgden wieder seinen großen Auftritt in Schloss Zweibrüggen. 120 Zuhörer sind restlos begeistert und spenden viel Beifall für die dargebotene Zupfmusik.


Mit beeindruckenden, zart gesponnenen, doch weit verzweigten und perlenden Klanggebäuden wussten die Musiker des Mandolinenorchesters „Wandervogel“ aus Gangelt-Birgden auch bei ihrem neunten Gastspiel im Schloss Zweibrüggen zu beeindrucken. Foto: Markus Bienwald
 

Übach-Palenberg. Eine bessere Umgebung kann es nicht geben: Denn bereits zum neunten Mal lud das Mandolinenorchester „Wandervogel“ Birgden in das Schloss Zweibrüggen ein. Und auch bei der neunten Auflage gelang es den sensibel musizierenden Musikern, das Haus komplett zu füllen.

Mit Blick auf den vollen Zuhörerraum in der Eingangshalle des Schlosses und auf der gefüllten Balustrade kam wieder der Wunsch nach einem Anbau an das historisch wertvolle Gebäude auf. Doch das muss Fiktion bleiben, so spielten die Orchestermitglieder wieder ein wunderschönes Konzert vor rund 120 Gästen.

Vorsitzender Ludwig Dohmen freute sich zuvor, wie selbstverständlich ein Teil des Übach-Palenberger Kulturprogramms geworden zu sein. „Ich versichere Ihnen, dass der heutige Abend ein abwechslungsreiches und interessantes Programm bieten wird“, sicherte auch Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch zu, der mit Ehefrau Gabi zu den Dauergästen des Mandolinenorchesters zählt.

Das Ergebnis des mit großem Aufwand vorbereiteten Konzertabends war unter dem Strich wiederum beeindruckend. Die Qualität, mit der Mandolinen, Mandolen, Gitarren und der für das klangliche Fundament unabdingbare Kontrabass gespielt wurden, war kaum noch zu steigern.

Schon die Konzertouvertüre „Klänge vom Erie-See“ von Wormsbacher-Wölki mit Querflötistin Dorothee Hillemacher als Solistin traf mit sensibler Umsetzung genau ins Schwarze.

Die Zupfmusikfans wurden dann mit „Guantanamera“, Angulos „Suite Mexicana“ und „El Condor Pasa“ verwöhnt. Für Josef Dahlmanns, der wieder einmal bravourös durch das Dargebotene leitete, war es ein Vergnügen, mit der „Abendstimmung“ von Storl, bei der die musikalische Leiterin Christel Haak als Solistin ihre Qualitäten unter Beweis stellte, weitere Perlen der Zupfmusik zu entdecken.

Dazu gehörten zum Beispiel der argentinische Tango „A Media Luz“ in einer Bearbeitung von Keinemann, das berühmte, getragene „Die Dornenvögel“ von Mancini aus dem gleichnamigen Filmklassiker und auch „Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung“ von James Last, in einer Bearbeitung von Krings.

Für so viel Einsatz, Freude am idealen Klangbild in schönster Atmosphäre und dem Sinn fürs Feine gab es zu Recht viel Applaus eines restlos begeisterten Publikums. _(mabie)

Interessierte sind bei Proben willkommen

Wer sich für Zupfmusik interessiert, vielleicht einmal selbst ein zum Orchester passendes Instrument lernen oder alte Kenntnisse wieder auffrischen will, kann gerne einmal bei den Proben des Mandolinenorchesters „Wandervogel“ hereinschauen. Donnerstags ab 20 Uhr versammeln sich die Musiker zum gemeinsamen Musizieren im Vereins- und Bürgerhaus, der alten Schule, in Gangelt-Birgden. Kontakt kann auch über ☏ 02454/6793 oder ☏ 02454/7885 aufgenommen werden. Und selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit, unter wandervogel-brigden@gmx.de eine e-mail zu versenden oder im Internet unter www.wandervogel-birgden.de.vu weitere Informationen einzuholen. Das nächste Konzert findet übrigens am Sonntag, 18. Dezember, um 17.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Urbanus Birgden statt. (mabie)

Geilenkirchener Zeitung v. 09.11.2012

„Wandervögel“ lassen die Puppen tanzen

Mandolinenorchester Birgden präsentiert sich in Schloss Zweibrüggen mit unverbrauchter Frische und voller Spielfreude


Das Birgdener Mandolinenorchester bot im Schloss Zweibrüggen ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm. Foto: Georg Schmitz
 

Von Johannes Gottwald

Übach-Palenberg. Das Rokoko-schloss Zweibrüggen erstrahlte in magisch blauem Licht. Anlass dafür war aber keineswegs eine verspätete Halloween-Party, sondern das Konzert des Mandolinenorchesters Birgden unter Leitung von Christel Haak. Sogar ein kleines Jubiläum konnte man an diesem Abend feiern: Schon seit zehn Jahren musizieren die Birgdener „Wandervögel“ regelmäßig in Zweibrüggen.

Etwa 100 Zuhörer konnte Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch im großen Saal des Schlosses begrüßen und überreichte dem Vorsitzenden Ludwig Dohmen eine historische Dachschindel der alten Karlskapelle. Auf das Publikum wartete danach ein heiteres und abwechslungsreiches Programm, das vorwiegend im Bereich der leichten Muse angesiedelt war, aber klassische Elemente keineswegs aussparte. Dies zeigte sich sogleich im einleitenden „Au temps de Pierre et Colombine“, das vom Arrangeur M. Ritter als Paraphrase über den ersten Satz der g-moll-Symphonie KV 550 von Wolfgang Amadeus Mozart gestaltet war.

Düsteres Spätwerk

Beim Hören dieser Version konnte man sich tatsächlich eine romantische Liebesnacht mit heimlichem Necken und Jagen vorstellen – ob allerdings Mozart selbst bei der Komposition dieses düsteren Spätwerkes an Pierre und Colombine gedacht hat, ist wohl eher unwahrscheinlich. Dagegen machte die Ouvertüre „Poesia Alpestre“ von M. Salvetti Simone aus ihrer programmatischen Vorlage kein Hehl. Schon der Titel deutete an, dass der Komponist von der italienischen Alpenlandschaft mit ihren vergletscherten Gipfeln, schroffen Kalkfelsen, saftig-grünen Matten und rauschenden Bergbächen inspiriert wurde.

Genauso präsentierte sich auch die Musik – mal grandios-pathetisch, aber zuweilen auch unwirklich zart. Dagegen ließen die „Wandervögel“ im nachfolgenden Stück „Marionetten“ die Puppen tanzen – die leichtfüßig-wiegende Rhythmik ließ daran keinen Zweifel. Für vier Mitglieder des Orchesters bedeutete dieser Abend eine Feuertaufe: Natalie Jansen, Anzi Maccogiani, Luisa und Jonas Merkelbach waren zum ersten Mal dabei. Den „Olga-Blues“ musizierten sie auf bravouröse Weise ganz alleine und ernteten dafür verdienten Sonderapplaus. Auch bei dem schwungvollen „Mandolinen-Express“ zeigte das Birgdener Orchester seine große musikalische Klasse mit vorzüglichem Zusammenspiel und schöner Ausgewogenheit des Klanges. Temperamentvoll zog der „Entertainer“ von Scott Joplin vorüber und in den „Plucking Strings“ von Julis Steffaro wurden die Bäuche der Gitarren und Mandolinen sogar als Schlagzeug eingesetzt. Nach der Pause brachte das Stück „Milena“ von Mario Maciocchi zunächst schwermütige, leicht orientalisch angehauchte Klänge, die sich dann aber später in heiteres Dur auflösten.

Romanze in F-Dur

In der Fantasie über ein Thema aus der Romanze in F-Dur von Beethoven entlockte Christel Haak ihrem Orchester wundervoll zarte, romantische Töne. Auch der Solist Hubert Meehsen begeisterte auf der Mandoline mit brillianter, aber nie aufdringlicher Virtuosität. Von herbstlicher Stimmung und dezenter, fernöstlicher Harmonik durchweht war der „Song of Japanese Autumn“ von Yasuo Kuwahara. Die „Elisabethan-Serenade“ von Ronald Binge entstand 1952 anlässlich der Thronbesteigung von Königin Elizabeth II. Damals herrschte in England Aufbruchsstimmung und die Hoffnung auf ein neues „elisabethanisches Zeitalter, was auch in der optimistischen Klangsprache des Stückes zum Ausdruck kommt.

Nochmals in die Südalpen entführte anschließend der Konzertwalzer „Fior Trentino“. Einen Höhepunkt des Abends bildeten die beiden Solovorträge des Baritons Arnold Schmitz, der zunächst im „Abend mit Paul Lincke“ auf prachtvolle Weise bekannte Operetten-Melodien zu Gehör brachte – selbstverständlich durfte dabei die weltbekannte „Berliner Luft“ aus der „Frau Luna“ nicht fehlen. Das nachfolgende „My Way“ war dagegen von schwärmerischer Lyrik erfüllt. Den Schlusspunkt des Konzertes setzte der schmissige „Äquator-Marsch“ von Albert van de Velde, der einen fulminanten Kehraus bildete. Am Ende gab es stürmischen Beifall für die „Wandervögel“, die sich auch bei ihrem zehnten Auftritt in Zweibrüggen mit unverbrauchter Frische und voller Spielfreude präsentierten.


Geilenkirchener Zeitung v. 05.11.2013

Zupfmusik mit dem Sinn für Feinheiten

Bereits zum siebten Mal verzaubern die „Mandolinenklänge im Schloss“. Ensemble aus Birgden spielt vor vollbesetztem Haus.


Vorsitzender Ludwig Dohmen freute sich über eine ausverkaufte Kulisse im Schloss Zweibrüggen.


Mit beeindruckenden, zart gesponnenen wie auch perlenden Klangmustern wussten die Musiker des Mandolinenorchesters „Wandervogel“ aus Gangelt-Birgden auch bei ihrem siebten Gastspiel im Schloss Zweibrüggen (Bild) zu beeindrucken. Fotos: Markus Bienwald
 

Übach-Palenberg/Gangelt. Der charmante technische Hinweis von Hermann-Josef Dahlmanns fehlte nicht. Es ging darum, die Mobiltelefone erst nach dem Konzert wieder einzuschalten. Aber das war nur eine mit Augenzwinkern versehene Randnotiz des Moderators an einem wundervollen Konzertabend mit dem Mandolinenorchester „Wandervogel“ im Schloss Zweibrüggen.

Passende Umgebung

Ausführende wie auch Gäste waren sich einig, dass es eine bessere Umgebung kaum geben kann. Bereits zum elften Mal luden die Birgdener zu Allerheiligen in das Schloss Zweibrüggen ein. Und auch bei dieser Auflage gelang es den sensibel vortragenden Musikern, das Haus komplett zu füllen.

Mit Blick auf den vollen Zuhörerraum in der Halle des Schlosses und auf die gefüllten Balustrade kam wieder der Wunsch nach einem Anbau an das historisch wertvolle Gebäude auf. Doch das muss Fiktion bleiben, so spielten die Orchestermitglieder wieder ein wunderschönes Konzert vor wieder ausverkauftem Haus.

Ergebnis beeindruckend

Vorsitzender Ludwig Dohmen freute sich, wie selbstverständlich ein Teil des Übach-Palenberger Kulturprogramms geworden zu sein. Gleichzeitig oblag es ihm, einige Änderungen in der Aufstellung zu verkünden, die krankheitsbedingt oder auch aus anderen Gründen schon mal wechselt. Doch das Ergebnis dieses Konzerts war unter dem Strich wiederum beeindruckend.

Ein Blick fürs Ganze

Mit den Anmerkungen von Hermann-Josef Dahlmanns, der gekonnt und mit kleinen Pointen durch das anspruchsvolle Programm von Zupfmusik führte, wurde der Genuss perfekt.

Der war, insgesamt betrachtet, ohnehin kaum zu steigern. Schon die einführende „Romaneska Fantasie“ von Friedrich Zikoff bot Hochgenuss, der sich beispielsweise mi der „Serenata espanola“ von Dicker oder den „Ungarischen Skizzen“ (op. 9) von Hans Schmitt beinahe nicht mehr steigern ließ.

Engagierte Solisten, der Blick für das Ganze, den die Musiker unter der bewährten Leitung von Christel Haak nie verloren, und die Auswahl der Stücke wechselnden Tempos sorgten für ebenso feine wie atemberaubende Klänge.

Dass dabei neben den schönsten Melodien aus „La Traviata“ auch Moderneres wie ein Blick in die Musik der Filmreihe „Pirates of the Caribbean“ blieb, Rumba wie Pizzicato oder auch ein finnischer Tango zu einer musikalischen Weltreise einluden, zeigte, warum die Musik der „Wandervögel“ aus Birgden die Gäste meist zu begeisterten Fans macht. Für so viel Einsatz, Freude am idealen Klangbild in herrlicher Atmosphäre und dem Sinn fürs Feine gab es viel Applaus eines restlos begeisterten Publikums. (mabie)

Offene Proben vor dem nächsten Konzert

Wer sich für Zupfmusik interessiert, vielleicht einmal selbst ein zum Orchester passendes Instrument lernen oder Kenntnisse wieder auffrischen will, kann gerne bei den Proben des Mandolinenorchesters „Wandervogel“ hereinschauen.

Donnerstags ab 19.30 Uhr versammeln sie sich zum gemeinsamen Musizieren im Vereins- und Bürgerhaus, der alten Schule, in Gangelt-Birgden. Dazu gibt es die Möglichkeit, unter wandervogel-brigden@gmx.de eine E-Mail zu versenden oder im Internet unter www.wandervogel-birgden.de.vu weitere Informationen einzuholen.

Das nächste Konzert findet bereits statt am Sonntag, 22. Dezember, um 17.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Urbanus in Gangelt-Birgden am Großen Pley. (mabie)

Geilenkirchener Zeitung v. 05.11.2014

Ein beeindruckender, zart gewebter Klanggenuss

Bereits zum zwölften Mal verzaubern die Musiker des Mandolinenorchesters „Wandervogel“ aus Birgden im Schloss Zweibrüggen das Publikum


Mit beeindruckenden, zart gesponnenen, doch weit verzweigten und perlenden Klanggebäuden wussten die Musiker des Mandolinenorchesters „Wandervogel“ aus Gangelt-Birgden auch bei ihrem zwölften Gastspiel im Schloss Zweibrüggen zu beeindrucken. Foto: Markus Bienwald
 

Übach-Palenberg/Gangelt. Natürlich fehlte der charmante Hinweis von Hermann-Josef Dahlmanns nicht, die Mobiltelefone während des Konzertes auszuschalten. Nötig war das vielleicht nicht, denn auch das inzwischen zwölfte Gastspiel des Mandolinenorchesters „Wandervogel“ aus Birgden war wieder ein zart gewebter Klanggenuss, der keine Störung verzieh. Ausrichter wie Gäste waren sich einig, dass es eine bessere Umgebung nicht geben kann.

Wunsch nach einem Anbau

Mit Blick auf den gut gefüllten Zuhörerraum in der Eingangshalle des Schlosses und auf die besuchte Balustrade, kam wieder der Wunsch nach einem Anbau an das historisch wertvolle Gebäude auf. Doch das muss Fiktion bleiben, so spielten die Orchestermitglieder wieder ein wunderschönes Konzert im passenden Ambiente.

Vorsitzender Ludwig Dohmen freute sich zuvor, wie selbstverständlich das Konzert ein Teil des Übach-Palenberger Kulturprogramms geworden sei. Gleichzeitig oblag es ihm, einige Änderungen in der Aufstellung zu verkünden, die krankheitsbedingt oder aus anderen Gründen schon mal wechselt. Doch das Ergebnis war wiederum beeindruckend. Mit den Anmerkungen von Hermann-Josef Dahlmanns, der gekonnt und mit kleinen Pointen durch das anspruchsvolle Programm von Zupfmusik führte, wurde der Genuss perfekt.

Schon die einführende Concert-Ouvertüre aus der Feder des niederländischen Zupfmusik-Pioniers Johan Kok bot Hochgenuss, der sich beispielsweise mit dem „Rosenballett“ von Menichetti oder der „Habanera“ aus der Oper „Carmen“ beinahe nicht mehr steigern ließ. Engagierte Solisten, der Blick für das Ganze, den die Musiker unter der bewährten Leitung von Christel Haak nie verloren, und die Auswahl der Stücke sorgten für ebenso feine wie atemberaubende Klänge. Eingestreute Beispiele der „Kantelemusik“, der zu den „Wandervögeln“ zurückgekehrte finnische Könner aus der Familie Kontio und auch das bekannte „Wolgalied“ aus der Operette „Zarewitsch“ zeigten eindrucksvoll, warum die Musik der „Wandervögel“ aus Birgden die Gäste sofort begeistern. Und mit den passenden Gesangssolisten Sabine Clemens und Arnold Schmitz gab es noch das entscheidende Sahnehäubchen, das den Genuss perfekt machte.

Freude am idealen Klangbild

Für so viel Einsatz und Freude am idealen Klangbild in schönster Atmosphäre und dem Sinn für das Feine, gab es im Schloss Zweibrüggen am Ende zu Recht viel Applaus eines restlos begeisterten Publikums. (mabie)

Bei den Chor-Proben zuschauen

 

Wer sich für Zupfmusik interessiert und vielleicht selbst ein zum Orchester passendes Instrument lernen oder alte Kenntnisse wieder auffrischen will, kann gerne einmal bei den Proben des Mandolinenorchesters „Wandervogel“ hereinschauen.

Donnerstags, ab 19.30 Uhr, versammeln sie sich zum gemeinsamen Musizieren im Vereins- und Bürgerhaus, der alten Schule, in Gangelt-Birgden. Und selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit, unter wandervogel-brigden@gmx.de eine E-Mail zu versenden oder im Internet unter www.wandervogel-birgden.de.vu weitere Informationen einzuholen. Das nächste Konzert findet übrigens am Sonntag, 21. Dezember, um 17.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Urbanus Birgden statt. (mabie)