Vorweihnachtliche Konzerte Pfarrkirche Birgden

Presseartikel zu den Konzerten in der Birgdener Pfarrkirche:

Geilenkirchener Zeitung v. 23.12.2010

Mandolinen-Orchester bietet musikalischen Hochgenuss

Das Weihnachtskonzert von „Wandervogel“ Birgden in der Pfarrkirche ist die optimale Einstimmung auf das nahende Fest

Gangelt-Birgden. Das Weihnachtskonzert des Mandolinenorchesters „Wandervogel“ Birgden in der Pfarrkirche Birgden hat mehr als nur Tradition. Vor dem Altar saß ein imposantes Zupforchester, Christel Haak ist die Leiterin dieses stolzen Ensembles. Vor dem Konzert zündete Vorsitzender Ludwig Dohmen alle vier Kerzen am Adventskranz an.

Gleich im ersten Musikstück mit der Ouvertüre „L´Etoile du Bonheur (Der Glücksstern) ließ das Orchester die Herzen der Zuhörer höher schlagen. Akustisch ist jedes Konzert in einer Pfarrkirche ein Musikgenuss, dies gilt ganz besonders für das Jahr für Jahr stattfindende Konzert des Zupf­orchesters.

Überzeugend und lebendig

Musik kann so überzeugend und lebendig sein, erneut schien ein Melodienstrom die Pfarrkirche zu erfüllen. Und dieses Konzert betrachten viele Musikfreunde als allerbeste Einstimmung auf das bevorstehende Weihnachtsfest.

Im Grußwort dankte Studiendirektor Anton Jansen für dieses schöne Geschenk des Orchesters. Durch das Programm führte mit Charme Kerstin Merkelbach. Mit der Ouvertüre wurde gleich der richtige Einstieg gefunden. Die musikalische Weltreise ging zunächst nach Argentinien und Uruguay. Und bereits nach den ersten Tönen summten viele Besucher leise mit. Das Tangolied „A Media Luz“ zählt zu den drei weltbekanntesten Tangos, viele Besucher schlossen dabei die Augen und ließen sich bereits früh verzaubern. Im Fußballsport sagt man schnell: „Die Handschrift des Trainers ist erkennbar“. In der Musikszene ist dies nicht anders. Die Handschrift der Dirigentin Christel Haak ist mehr als unverkennbar, hier wird Mandolinenmusik gelebt, und wie exzellent das Orchester aufeinander abgestimmt ist, davon konnten sich die Musikfreunde überzeugen. Wie vielseitig die Musiker sind, merkten alle beim folgenden spanischen Volkstanz „Seguidilla“. Kastagnetten als Rhythmus­Instrument durften hier nicht fehlen, Niklas Olbertz erwies sich hier als Experte. Der langanhaltende Applaus ließ das Herz der Musiker höher schlagen. Anschließend stand der Nachwuchsspielkreis im Rampenlicht, zeigte sein musikalisches Talent und erhielt ebenfalls verdienten Applaus.

Im Mittelpunkt stand danach Brigitte Jansen mit ihrer Querflöte. Das Stück „Konzert für Flöte“ elektrisierte das Publikum. Die Querflöte ist hier im Stück die vorherrschende Melodienstimme – es war mehr als nur Musikgenuss, was da geboten wurde.

Die Glocken erklangen im Meisterwerk „La Sagra del Villagio“ (Die Glocke des Dörfleins). Hier zeigte Sinikka Kontio aus Finnland ihr musikalisches Gespür beim Glockenspiel. Sinikka und ihr Gatte Matti sind alle zwei Jahre zu Gast beim Mandolinenorchester und hatten erneut mit der Kantele und Nickelharpa zwei finnische Instrumente dabei, die aus dem Mittelalter bekannt sind, sie entführten die Musikfreunde nach Skandinavien.

Leichte Schwingungen

Und so langsam wurde es weihnachtlich. Beim „Arabischen Gebet“ und weihnachtlicher Musik demonstrierte das Orchester abermals seine Bandbreite. Zunächst wurde ein Kanon gespielt, wobei die einzelnen Instrumente wie Mandolinen, Gitarren und Kontrabass hintereinander einsetzten. Gegen Ende des Stückes spielten die Gitarristen einen Teil in Flageolett-Tönen. Dies ist eine Technik, bei der die Saiten über dem Griffbrett lediglich leicht berührt werden und so nur ganz leichte Schwingungen der Saiten hervorrufen. Hierdurch werden die Töne hauchig, zuweilen fast gespenstisch. Im Finale wurden die Musikfreunde mit eingebunden, und es erklang der große Chor mit „Mach hoch die Tür“. (agsb)


Geilenkirchener Zeitung v. 24.12.2011

Eine schöne Reise durch dieMusikgeschichte

Mandolinen-Orchester „Wandervogel“ begeistert beim Weihnachtskonzert in der Birgdener Pfarrkirche. Cäcilienchor mit von der Partie.


Eine starke Einheit: das Mandolinen-Orchester „Wandervogel“ Birgden begeisterte beim vorweihnachtlichen Konzert in vollbesetzten Pfarrkirche Birgden. Foto: agsb
 

Gangelt-Birgden. Wer sich schon mal die Frage gestellt hat, ob man möglicherweise Mandolinenklänge und Filmmusik und Filmklassik miteinander verbinden kann, erhielt beim Konzert des Mandolinen-Orchesters „Wandervogel Birgden“ in der St. Urbanus-Pfarrkirche eine klare Antwort: Ja!

Es war im dritten Teil des Konzertes, als ein Hit von Sir Elton John angekündigt wurde. Die zahlreichen Musikfreunde und Freunde der Filmmusik in der vollbesetzten Pfarrkirche kamen voll auf ihre Kosten.

Disney-Klassiker von 1994

„Can you feel the love tonight“ (übersetzt: Kannst Du die Liebe heute Nacht spüren) hieß der Filmhit aus Hollywood. Elton John komponierte diesen Klassiker für Disneys Zeichentrickfilm „Der König der Löwen“ aus dem Jahre 1994. Der Song erhielt 1995 den Oskar für den besten Filmsong. Sabine Clemens als stimmgewaltige Sopranistin und das Orchester selbst harmonierten bestens, alles passte haargenau: Das Konzert hatte seinen ersten großen Höhepunkt.

Der Beifall schien fast keine Grenzen zu kennen. Das Orchester hatte eine hohe Messlatte aufgelegt und präsentierte anschließend erneut rund sechs Minuten Leidenschaft pur. „The Song of Japanese Autumn“ von Yasno Kuwahara. Zwischenzeitlich schien die Musik ein wenig an die Melodie von „Dr. Schiwago“ zu erinnern. Dirigentin Christel Haak hatte das Orchester im Griff.

Viele leise Töne, dann wieder sehrt schwung- und kraftvoll, ein rhythmisch sehr gutes Zusammenspiel – die Finger schienen über die Saiten zu fliegen.

Begonnen hatte das Konzert mit dem „Kanton in D“ von Johann Pachelbel. Dieses Musikstück wird als das populärste Werk des deutschen Komponisten (1653-1706) bezeichnet. Das Orchester nahm seine Zuhörer mit auf musikalische Weltreise und stoppte in Mexiko. Hier entstand mit „Bésame Mucho“ ein berühmtes Liebeslied der neueren Musikgeschichte. Es wurde 1941 von der mexikanischen Komponistin Consuelo Velázquez komponiert.

Für Zauberer von Oz geschrieben

Nach diesen ersten beiden Musikstücken freuten sich alle in der Pfarrkirche auf weitere Klänge, die ersten Minuten machten einfach Lust auf mehr.

Wie auch das Jugendorchester. Die Reise ging nach Spanien zum „Paso doble“ und dann fast zur anderen Seite der Weltkugel. „Over the Rainbow“ hieß das Stück aus der Südsee. Der Titel wurde ursprünglich für die Verfilmung des Romans „Der Zauberer von Oz von 1939“ geschrieben und dort von der jungen Judy Garland gesungen. 1940 wurde er mit dem Academy Award for Best Music, Original Song (Oscar) ausgezeichnet. Hier begeisterten die Jugendlichen Philipp Moll und Niklas Olbertz auf der Ukulele.

Weitere Stücke mit „Im Advent, im Advent“ (Solisten Luisa Merkelbach, Natalie Jansen), „Menuett“ (Anthi Makrogianni) und zum Abschluss „Weihnachten ist nicht mehr weit“ folgten.

Im großen Orchester und bei der Dirigentin lachte das Herz, der Nachwuchs ist auf dem Sprung. Das Orchester entführte seine Anhänger nach Tschechien und ins Märchenland. „Küss mich, halt mich, lieb mich“ – erneut zeigte Sabine Clemens sich als exzellente Sopranistin, sie drückte mit ihrer Stimmlage diesem Konzert einen besonderen Stempel auf.

Sangesklänge gab es im Konzertteil des mitwirkenden Pfarr-Cäcilienchor Birgden unter Leitung von Karin Cuypers. Auch hier wirkte Sabine Clemens beim Lied „Hallelujah“ mit. Der Chor sang ferner „You raise me up“, „Habt keine Angst“ sowie das Weihnachts-Wiegenlied „Christmas Lullaby“ und „And the Angels Sang A Christmas Calypso“. Vor dem großen Finale spielte das Orchester und Jugendorchester gemeinsam und stimmte viele Weihnachtslieder an. Zum Glück war in diesem Jahr der Wettergott ein Musikfreund, und so konnten die Musikfreunde aus nah und fern zur Pfarrkirche Birgden anreisen, in den letzten Jahren verhinderte der Wintereinbruch großen Besuch in der Pfarrkirche.(agsb)


Geilenkirchener Zeitung v. 29.12.2012

Birgdener Wandervögel stellen musikalisches Niveau unter Beweis

Mandolinen-Orchester präsentiert in der Pfarrkirche ein imposantes Weihnachtskonzert. Mal melancholische Melodien, mal lebhafte Passagen.


Der Nachwuchs des Mandolinen-Orchesters Wandervogel Birgden zeigte sein musikalisches Talent beim großen Konzertabend. Foto: agsb
 

Gangelt-Birgden. Das Mandolinen-Orchester Wandervogel Birgden präsentierte in der Birgdener Pfarrkirche St. Urbanus ein perfektes Weihnachtskonzert.

Und das Orchester ist weiter dabei, seinen Bekanntheitsgrad auszubauen. Die vielen Konzerte mit ihren alljährlichen Höhepunkten im Schloss Zweibrüggen sowie das „Heimspiel“ jeweils kurz vor dem Weihnachtsfest sind beste Beweise dafür. Das Orchester musizierte auch diesmal wieder auf hohem Niveau.

Besondere Leichtigkeit

In der Pfarrkirche freuten sich jedenfalls wieder zahlreiche Freunde des Mandolinenorchesters und verfolgten entspannt im Gotteshaus die nicht alltägliche Musik. Und bereits bei den ersten Klängen schien das Orchester unter Leitung von Christel Haak mit einer besonderen Leichtigkeit zu agieren.

Die Orchestermitglieder zupften auf ihren Instrumenten mal fröhliche und melancholische Melodien, mal wechselten sich schnelle, langsame oder lebhafte Passagen ab. Die musikalische Reise führte nach Italien, das Heimatland der Mandolinen. Mit „Poesia Alpestre“ machte das Orchester seine Aufwartung an die Alpenländer, meisterte hier bereits viele Höhen. Das Konzertprogramm wurde immer wieder durch Solisten aufgelockert, so standen gleich in „Olgas Blues“ mit Natalie Jansen, Anthi Makrogianni, Luisa Merkelbach und Jonas Merkelbach vieler Solisten in erster Reihe. Über Napoli mit der „Serenata napolitana“ und „Ungarischen Skizzen“ folgte eine „Romanze in F-Dur“ mit einer besonderen Fantasie, hier glänzte Solist Hubert Meehsen. Ganz modern klingt „Air“ von Johann Sebastian Bach. Der Komponist setzt in mehreren seiner Suiten einen mit „Air“ oder „Aria“ bezeichneten Satz ein, beispielsweise in der zweiten und vierten Französischen Suite und in der vierten und sechsten Partita. Diese Sätze sind in Tempo und Charakter sehr unterschiedlich. Ein geschickter Arrangeur namens H. Prell erreichte hier Erstaunliches mit diesem Werk, wobei natürlich das jeweilige Orchester schon bestens besetzt sein muss und – wie in Birgden – von einer exzellenten Dirigentin geleitet wird. Erst dann wird dieses Stück zum musikalischen Hörgenuss. Und es war kein Wunder, dass das Publikum bereits bereits zur Halbzeit des Konzertabends begeistert applaudierte.

Das folgende Wiegenlied „Schlafe, mein Prinzchen schlaf ein“ wurde lange W. A. Mozart zugeschrieben, dann Bernhard Flies und nach neueren Forschungen von Friedrich Anton Fleischmann (1766-1798). Dem Musikfreund und dem Orchester war es eigentlich egal, wer dieses Werk geschrieben hatte, denn es folgten zu schnell vorbeilaufende Minuten.

Solistin Sabine Clemens stand im Mittelpunkt, das Ensemble schien über sich hinauszuwachsen. Ganz sicher aus der Feder Mozarts stammte „Au Temps de Pierrot et Colombine“ aus der Sinfonie Nr. 40 KV 550, hier arrangierte M. Ritter ein Werk für Mandolinenklängen. Auch hier wurde Musik mit feinstem Gespür geboten. Die am 23. Dezember 1893 erstmals in Weimar aufgeführte Oper Hänsel und Gretel wurde zum Welterfolg und brachte Engelbert Humperdinck Ruhm und finanzielle Unabhängigkeit. Das Mandolinen-Orchester spielte Tänze und Weisen aus „Hänsel und Gretel“, und die beiden Solistinnen Sabine Clemens und Ursula Clemens begeisterten dabei das Publikum.

Das große Finale

Zum großen Finale bat das Orchester zur „Christmas time“. Das Mandolinen-Orchester Wandervogel Birgden spielte erneut ein großes Konzert, darin waren sich alle Besucher einig, und Dirigentin Christel Haak dankte ihrem Orchester selbst mit Applaus und sagte Danke.

Der Nachwuchs faszinierte ebenfalls und erhielt den verdienten Applaus. Drei Mädels standen im Mittelpunkt.

Die Dirigentin lobte das Terzett mit einem anerkennenden „Bravo Mädels“. (agsb)


Geilenkirchener Zeitung v. 03.01.2014


Kennung nach Noten für verwegene Piraten und den noblen Indianer

Jahreskonzert des Mandolinenorchesters „Wandervogel“ in der St.-Urbanus-Kirche. Mit dem schon erfahrenen Nachwuchs auch an schwierige Kompositionen.


Solistin Luisa Merkelbach (Mitte mit Geige) ließ „Winnetou“ in Erinnerungen lebendig erwecken, die Karl-May-Melodie war ein besonderer Höhepunkt beim Mandolinen-Orchester in Birgden. Foto: agsb
 

Gangelt. Birgden spürte den Meeresduft der Karibik und die Trockenheit der Prärie. Und das nach Noten. Denn es gab auch Filmmusik zum Beispiel aus dem „Fluch der Karibik“ oder eben die berühmte „Winnetou-Melodie“.

Beide Notensätze begeistern gleich zu Beginn des Jahreskonzerts in der St.-Urbanus-Kirche in Birgden. Vorsitzender Ludwig Dohmen vom Mandolinenverein „Wandervogel“ aus Birgden zeigte sich in seiner Begrüßung beeindruckt vom großen Interesse am traditionellen Jahreskonzert.

Auch ran an schwere Stücke

Das Mandolinenorchester zog so viele Interessierte in die Pfarrkirche in der Ortsmitte – wie man auch an den Autokennzeichen aus anderen Landkreisen erkennen konnte –, dass im Gotteshaus kein Platz frei blieb.

Vor Wochen schon begeisterte das Ensemble um die Dirigentin Christel Haak im Schloss Zweibrüggen von Übach-Palenberg und erhielt dafür bereits Bestnoten. Das ganz Besondere am Mandolinenorchester „Wandervogel“ Birgden scheint offenbar zu sein, dass man nicht nur die klassischen Mandolinenmusik spielt, sondern man sich auch schwerere Stücke wagt, beispielsweise an Filmmusik oder große Kompositionen aus bekannten Operetten heran.

Und das mit einem bemerkenswerten Erfolg, wie man zu Beginn des Konzertes erleben konnte. Vor Wochen noch spielte das Trommler- und Pfeiferkorps bei seinem Konzert in Piratenverkleidung die Filmmusik. Das Mandolinenorchester trat jedoch nicht mit Piratenmasken auf, war aber in seiner Art optisch genauso so reizvoll und verzauberte das Publikum sogleich.

Die Gäste, derart musikalisch angesprochen, hätten am liebsten einen Beifallsorkan gestartet, so spürte man förmlich den Meeresduft der Karibik in der Urbanus-Kirche. Ein großes Plus der Musikerinnen und Musiker ist, dass man deren Spiellust regelrecht spürt und wie sie selbst Spaß entwickeln. Im zweiten Stück versetzte vor allem Solistin Luisa Merkelbach die Zuhörer noch mehr ins Reich der Träume mit der Winnetou-Melodie. Mittels ihrer Geige ließ sie den „Häuptling der Apachen“ aufleben, holte intensives Karl-May-Gefühl nach Birgden.

Mit „Romaneska Fantasie“ und einem Melodienstrauß „La Traviata“ aus der Oper von Giuseppe Verdi präsentierte das Orchester sein breitgefächertes Repertoire.

Luisa Merkelbach und Natalie Jansen baten musikalisch früh „Zum Abschied“, das Gitarrenduo ließ alle Herzen höher schlagen. Für die Zuhörer schien die Zeit davonzufliegen, das Orchester nahm jetzt Tempo auf. Das Divertimento D-dur (Köchelverzeichnis 251) von W. A. Mozart war nicht nur schön anzuhören, es wurde auch grandios vom Orchester gespielt. Dirigentin Christel Haak musste einige Male auf die Pianotaste drücken – da war viel Leidenschaft im Spiel. Mit „Ave Verum“ wurde ebenfalls ein klassisches Werk vom Mozart präsentiert; die Zuhörer wurden weiter ins Reich der Träume versetzt.

Das Orchester passte sich auch jahreszeitlich an. Die Solistinnen Gaby Heinen und Dorothée Hillemacher verteilten auf der Flöte zusammen mit dem Orchester ein weihnachtliches Geschenk an die Zuhörer.

Dirigentin Christel Haak blickte vor allem mit Stolz auf den musikalischen Nachwuchs, der die „Kinderschuhe“ offenbar ausgezogen hat und zu den Stärken des Mandolinenorchesters zählt.(agsb)


Geilenkirchener Zeitung v. 29.12.2014

Musikgrüße aus dem winterlichen Finnland

Konzert des Mandolinenorchesters Wandervogel Birgden lockt erneut die Musikfreunde an. Kinder der Familie Kontio begeistern die Zuhörer.


Die Familie Kontio verlieh diesem Konzert des Mandolinenorchesters Wandervogel Birgden besonderen Glanz. Dirigentin Christel Haak blickte mit Bewunderung zur kleinen Sarah, die mit viel Gefühl spielte. Foto: agsb
 

Gangelt-Birgden. Wenn sich die St.-Urbanus-Pfarrkirche am Nachmittag des vierten Advent füllt, ist es wieder so weit. Dann präsentiert das Mandolinenorchester Wandervogel Birgden sein vorweihnachtliches Konzert. Christel Haak ist die Dirigentin des Mandolinenorchesters, zusammen mit dem Orchester wurde erneut ein zauberhaftes Programm zusammengestellt.

Die musikalische Reise durch Ungarns Landschaften war sehr fantasievoll, und das Orchester verzauberte die Zuhörer. Die Musikfreunde revanchierten sich nach dem letzten Konzertstück mit langanhaltendem Applaus.

Musikalisches Gespür

Die Familie Kontio aus Finnland drückte diesem Mandolinenkonzert einen besonderen Stempel auf. Matti und Sinikka Kontio begeistern seit vielen Jahren beim Mandolinenkonzert, so auch bei der weihnachtlichen Aktion der Weggemeinschaft Gangelt.

Besonders die Mädchen Enni, Liisi und Nesthäkchen Sarah begeistern auf der Violine, wobei Sarah sogar nach musikalischem Gespür spielte. Die gesamte Familie (insgesamt fünf Kinder) waren im Einsatz, wobei die kleine Enni auch im perfekten Deutsch ein skandinavisches Weihnachtslied präsentierte – das Orchester und Familie Kontio spielten gemeinsam „Hilen i min famn“. Viele Besucher schlossen die Augen und ließen sich ins winterliche Skandinavien entführen. Nachher stand die ganze Familie im Mittelpunkt, und das Publikum feierte sie frenetisch.

Überraschungsstück

Es war ein Konzert der Spitzenklasse mit besonderen Tönen, wie bei „Christmas Time“. Dieses Stück spielte das Orchester zu Ehren ihrer Dirigentin, die sich dieses Überraschungsstück gewünscht hatte. Es war ein unterhaltsamer Nachmittag und ein außergewöhnliches Konzert mit viel Qualität. Auch das gemeinsame Solo von Luisa Merkelbach auf der Gitarre und Enni Kontio auf der Violine war beeindruckend schön. Mehrmals begleiteten die Violinen die einzelnen Stücke. Das Mandolinenorchester präsentierte erneut sehr eindrucksvoll diese ungewöhnliche Musik. (agsb)



Geilenkirchener Zeitung v. 20.12.2016

Mandolinenorchester „Wandervogel“ gibt Konzert

Von: Johannes Gottwald 
Letzte Aktualisierung:
 20. Dezember 2016, 13:52 Uhr

Geilenkirchen. Die Birgdener Kirche St. Urbanus gehört zu den schönsten neugotischen Bauwerken im Selfkant. Ihre schlanken Säulen und feingliedrigen Fenster korrespondierten bestens mit dem dezenten und kammermusikalisch-transparenten Klang des Mandolinenorchesters „Wandervogel“, das dort sein vorweihnachtliches Konzert präsentierte.

Auch der Kirchenchor von Birgden unter der Leitung von Karin Cuypers gestaltete einen wesentlichen Teil des Programmes.

Den Anfang machten die „Impressioni musicali“ von Giacomo Sartori, den man zuweilen als „Léhar der Mandoline“ bezeichnet hat. Dieser Titel ist nicht unberechtigt, beide Komponisten sind Zeitgenossen und haben viel Ähnlichkeit mit ihrer romantisch-eingängigen Schreibweise.

Dem Orchester „Wandervogel“ gelang unter der Stabführung von Christel Haak eine eindrucksvolle Darbietung dieses Werkes, was bei dem relativ kleinen Klangkörper und der nicht unkomplizierten Harmonik der Komposition eine besondere Leistung war. Ebenso sorgfältig einstudiert war auch der faszinierende „Kanon“ von Johann Pachelbel, der sich auf dem Fundament eines achttönigen Ostinato-Basses entwickelt.

Einen Ausflug in die Welt des Musicals bot „Wishing you were somehow here again“ aus dem „Phantom der Oper“ von Andrew Lloyd Webber. Hier gefiel Marion Meyers mit einem schönen Alt-Solo. Mit „Prime Rose“ war anschließend Giacomo Sartori noch ein weiteres Mal vertreten, dann folgte der romantisch-verklärte Sakramentgesang „Panis angelicus“ von César Franck. An die Stelle des Solo-Soprans trat Dorothée Hillemacher auf der Querflöte, die Stimme der ersten Mandoline übernahm Hubert Meehsen.

Dann trat erstmals der Kirchenchor Birgden in Erscheinung: Zusammen mit dem Mandolinenorchester wurde der Marsch „Klänge der Freude“ von Edward Elgar intoniert. Insgesamt bot der Kirchenchor unter Leitung von Karin Cuypers eine vorzügliche Leistung. Dann übernahm wieder das Mandolinenorchester mit einem Potpourri „Weihnachtsklänge“ die Fortführung des Programmes.

Wie so häufig, bildete auch bei diesem Konzert ein gemeinsames Lied mit dem Publikum den Abschluss. Gewählt wurde jedoch kein populärer „Weihnachts-Ohrwurm“, sondern der Luther-Choral „Vom Himmel hoch, da komm’ ich her“ – nicht zuletzt in Vorausschau auf das Jahr 2017, wo bekanntlich dem 500. Jahrestag des Thesenanschlages in Wittenberg gedacht wird.

 


Geilenkirchener Zeitung v. 20.12.2017

Feine Klänge und ein Besuch der heiligen Lucia






GANGELT-BIRGDEN

Ein stimmungsvolles vorweihnachtliches Konzert gab das Mandolinenorchester Wandervogel Birgden in der schönen Pfarrkirche St. Urbanus Birgden. Viele Besucher lauschten den feinen Klängen der Mandoline, die von einigen Gitarren begleitet wurden.
Durch das abwechslungsreiche Programm mit leichten aber auch konzertant anspruchsvollen Stücken führte in bewährter Weise Hermann-Josef Dahlmanns, der auch schon in den vergangenen Jahren mit kenntnisreichen Beiträgen in die musikalischen Darbietungen einführte.
Hervorragende Solosängerin
Dirigentin Christel Haak griff diesmal nicht zum Taktstock, sondern in die Gitarrensaiten. Sie verstärkte beim vorweihnachtlichen Konzert das Gitarrenensemble und leitete umsichtig das gesamte Orchester. Für den Solopart hatte das Mandolinenorchester Wandervogel glücklicherweise kurzfristig Astrid Riegraf gewinnen können, da leider zwei Gesangssolistinnen, die für diesen Abend vorgesehen waren, hatten absagen müssen.
Die Birgdener Sängerin meisterte die Solopartien hervorragend. Bei dem wunderbaren Lied Santa Lucia wurden Orchester und Solistin sogar noch optisch verstärkt. Die junge Emma Burbach trat als heilige Lucia in weißem Gewand mit einer Krone aus leuchtenden Kerzen auf, wie es in Skandinavien Brauch ist.
Überzeugende Interpretation
Das Nächtliche Ständchen ist eine der schönsten Kompositionen von Theodor Ritter. Das Mandolinenorchester Wandervogel Birgden überzeugte sein Publikum mit seiner Interpretation dieses Klassikers. Das Allegretto und Allegro von Ludwig van Beethoven, ursprünglich für Mandoline und Cembalo komponiert, bescherte dem Publikum Solopartien auf der Mandoline gespielt von Hubert Meehsen.
Das Publikum dankte Solist und Orchester mit einem herzlichen Applaus. Gemeinsam führten Orchester und Publikum das Lied Tochter Zion auf – eine Kooperation, die in Birgden zur Tradition geworden ist. Als Zugabe nach einem gelungenen vorweihnachtlichen Konzert spielte das Mandolinenorchester Wandervogel Birgden noch das Stück Weißer Winterwald.
Neuzugänge willkommen
Das Mandolinenorchester Wandervogel Birgden probt jeden Donnerstag im Bürgerhaus Birgden ab 19.30 Uhr. Wer Interesse am Mandolinen- oder Gitarrenspiel hat, kann sich gerne bei der zweiten Vorsitzenden des Vereins Irmgard Winkens unter Telefon 02454/7885 melden.